g-Standpunkt

 

Ich stehe hier - im Wald.


Um mich herum Nebel.

Abgründe die ich mit den Zehenspitzen spüren kann.

Mein Weg an den Abgründen.


Ich kann nicht erkennen. Nur fühlen.

Stürze.

Wenn ich einen Abgrund hinunterfalle, versuche ich mich zu halten und mich langsam nach oben zu ziehen.

Kein Absturz hat mir bisher das Leben genommen.

Kein Sturz was bisher zu tief.

Keiner zu tief.


Doch manchmal wünschte ich es mir.

Ich wünsche mir einen Fall, bei dem ich das Ende nicht mehr mitbekomme.


Nebel

Verwirrung

Hass

Aussichtslosigkeit

Unbeschreibbare Gefühle


Und so stehe ich im Wald.

Um mich herum Gestalten.

... Ich kann ihren Atem spüren

... Ich kann sie sehen.

Doch der Nebel kapselt einander ab.


Sie dort - Ich hier

Eingebettet im Nebel.

Umschlossen von der Aussichtslosigkeit.

Sie reden mit mir - Doch ich will sie nicht hören

Halte mir die Ohren zu. Doch sie reden weiter, ohne eine Pause einzulegen.


Sie wollen mich anfassen.

Sie wollen mich lieben.

Sie wollen mich für sich.


Doch was sie nicht mitbekommen, sind Schreie - von mir.

Aus meiner Seele. Die nach Erbarmen flehen.

Tränen, die man nicht sehen soll.


Worte können es nicht beschreiben.

Können es den Menschen um mich herum nicht erklären.

Es ist eben so.

Die Abgründe sind eben da.

Mitmenschen können sie nicht sehen.

Nicht fühlen.

Nicht wahrnehmen.


Ich schon, denn sie sind mein Verhängnis.

Mein Umfeld. Mein Leben...

 

 

 

.: weiter :.

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